ETA Kanada – Informationen zur elektronischen Einreisegenehmigung

Bürger, die eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und nach Kanada einreisen wollen, benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten im Land kein Visum. Obgleich der kurzzeitige Aufenthalt in Kanada für deutsche Staatsangehörige von der Visumspflicht befreit ist, ist jeder Kanadareisende, der per Flugzeug ankommt, verpflichtet, eine elektronische Einreisegenehmigung vorzulegen. Deutschland und andere Länder sind von der Verpflichtung eines Sichtvermerkes im Reisepass für die Einreise nach Kanada ausgenommen. Selbst der Einreisegrund ist nebensächlich: Ob die Kanadareise einen persönlichen oder beruflichen Hintergrund hat, ist irrelevant. Jeder Flugpassagier, der auf einem kanadischen Flughafen landet, benötigt seit dem Jahr 2016 die elektronische Einreiseerlaubnis.

Eine elektronische Einreisegenehmigung ist obligatorisch

Nach den weltweiten Terroranschlägen haben viele Länder ihre Einreisebestimmungen verschärft. Grenzkontrollen verlaufen penibler und nehmen mehr Zeit in Anspruch. Hiervon bildet das beliebte Reiseland Kanada keine Ausnahme. Alle Nationalitäten, darunter die deutsche, die sogar einstmals komplett visumfrei für drei Monate in das Land einreisen durften, sind seit dem 10. November 2016 ausnahmslos verpflichtet, bei der Einreise auf dem Luftweg eine elektronisch ausgestellte Genehmigung darzulegen. Das neue Visum, kurz e-Visum oder eTA, ersetzt das vormalige Touristenvisum. Wenn eine Kanadareise keinen touristischen Zweck hat, sondern als Geschäftsreise stattfindet, gilt für einen Verbleib im Land von bis zu sechs Monaten das gleiche: Ein Visum ist überflüssig, das eTA-Formblatt ein Muss.

Was sich hinter dem Begriff eTA verbirgt

Schon seit dem 01. August 2015 gibt es in Kanada das sogenannte eTA-Verfahren. Die Abkürzung steht für electronic Travel Authorization, was übersetzt elektronische Einreiseerlaubnis bedeutet. Jeder, der für einen unvergesslichen Urlaub mit dem Flugzeug nach Kanada einreist, muss zwingend diese Genehmigung beantragen. Auch für Durchreisen ist diese Erlaubnis obligatorisch. Ausnahme- und Übergangsregelungen, die vormals Anwendung fanden, sind seit dem 10. November 2016 außer Kraft. Eine Einreiseerlaubnis nach Kanada ist für Flugreisende ohne Ausnahme unvermeidlich.

Keine Notwendigkeit für eTA bei alternativen Reiseformen

Alle deutschen Urlauber, die nicht auf dem Luftweg nach Kanada einreisen, sondern beispielsweise auf dem Seeweg in das Land kommen, benötigen keine eTA. Dasselbe trifft für Einreisende zu, die auf dem Landweg nach Kanada gelangen.

Die elektronische Einreiseerlaubnis online beantragen

Deutsche Kanadareisende beantragen die erforderliche eTA bequem vom Computer aus. Der Online-Antrag wird in der Regel zügig bearbeitet. Viele Antragsteller erhalten ihre Bestätigung der Zusage einer eTA innerhalb von nur wenigen Minuten per E-Mail. In einigen Fällen kann die Bearbeitung des Onlineantrages jedoch bis zu ein paar Tagen dauern. Falls Reisende gebeten werden, zusätzliche Unterlagen einzureichen, verzögert sich die Ausstellung der Einreiseerlaubnis entsprechend. Wer nach Kanada fliegen möchte, sollte daher zur Vermeidung von Komplikationen oder Fristüberschreitungen die folgende Reihenfolge berücksichtigen:

  1. Im ersten Schritt das eVisum beantragen und
  2. anschließend als Schritt zwei erst den Flug nach Kanada fest buchen.

Liegt die Einreisebestätigung erst einmal vor, steht einem unbeschwerten Flug in den nordamerikanischen Staat Kanada nichts mehr im Wege.

Für welche Bürger eine eTA in Frage kommt

Deutsche und alle anderen Flugpassagiere, die aus visumfreien Staaten nach Kanada einreisen möchten, brauchen die elektronische Einreisegenehmigung. Für Bürger der folgenden Länder findet das eTA-Dokument Anwendung: Australien, Andorra, Antigua & Barbuda, Barbados, Bahamas, Belgien, Brunei, Chile, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Hong Kong, Italien, Irland, Island, Kroatien, Japan, Lettland, Litauen, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Papua New Guinea, Ungarn, USA, Samoa, Schweden, Schweiz, Singapur, San Marino, Slowakei, Slowenien, Solomon Inseln, Spanien, Südkorea, Tschechien und Zypern.

Ausnahmen – welche Nationalitäten keinen Onlineantrag für ein eTA stellen können

Die kanadischen Einreisebestimmungen sehen vor, dass sich Angehöriger bestimmter Staaten und Nationalitäten für die zusätzliche Erfassung von biometrischen Daten persönlich in einem kanadischen Konsulat vorstellen. Die Bürger folgender Länder können nicht einfach von zu Hause aus einen eTA-Antrag für eine Kanada-Einreise stellen:

  • Albanien,
  • Afghanistan,
  • Algerien,
  • Ägypten,
  • Bangladesch,
  • Eritrea,
  • Haiti,
  • Iran,
  • Irak,
  • Jemen,
  • Jamaika,
  • Jordanien,
  • Kambodscha,
  • Kongo,
  • Kolumbien,
  • Laos,
  • Libyen,
  • Libanon,
  • Myanmar,
  • Nigeria,
  • Palästina,
  • Pakistan,
  • Saudi-Arabien,
  • Somalia,
  • Sudan und Süd-Sudan,
  • Sri Lanka,
  • Syrien,
  • Tunesien,
  • Vietnam.

Wo Kanadaurlauber das eVisum erhalten

Die Antragstellung und Zuteilung des eTA-Dokumentes für eine befristete Einreise nach Kanada funktioniert zum Beispiel über die Webseite der kanadischen Regierung. Internetaffine Urlauber werden mit der Beantragung über das Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer keine Internetverbindung zur Verfügung hat, kann die Dienste von Reisebüros oder Visumspezialisten in Anspruch nehmen. Die Serviceleistungen sind vielleicht mit einer kleinen Gebühr verbunden. Kanadaurlauber, die ihre Reise komplett über einen lokalen Reiseveranstalter reservieren, bekommen alle erforderlichen Unterlagen und Hilfestellungen aus einer Hand. Auf einschlägigen Internetplattformen, die sich auf Kanadareisen spezialisiert haben, finden Interessenten häufig eine direkte Verlinkung zur Beantragung der eTA. Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen haben die Möglichkeit, einen Vertreter zu beauftragen, die Einreisegenehmigung für sie auf alternative Weise einzuholen.

Keinen Antrag über inoffizielle Internetseiten stellen

Vorsicht vor nicht offiziellen Webseiten! Manche Internetseiten bieten eine Vermittlung für die Einreiseerlaubnis an. Dafür erheben sie zum Teil deutlich überhöhte Gebühren. Zudem verfolgen einige Seiten im Internet betrügerische Absichten. Hier bekommen Antragsteller nicht die offizielle Version eines eVisums, sondern ein Plagiat, das die kanadischen Behörden nicht anerkennen. Zugleich haben sie ihre Daten an unbekannte Dritte weitergegeben, die diese missbrauchen könnten. Auf der sicheren Seite sind alle Antragsteller, die die Homepage der kanadischen Regierung aufrufen.

Kein kostenintensives Reisedokument

Die vorgeschriebene elektronische Einreiseerlaubnis für einen bis zu sechs Monate währenden Aufenthalt im Land bei Anreise mit dem Flugzeug sollte keinen Urlauber von seinen Reiseplänen abhalten. Die Gebühren für das Dokument sind überschaubar und erschwinglich. Lediglich mit sieben kanadischen Dollar schlägt die Antragstellung zu Buche. Das ist ein vergleichsweise geringer Betrag, der in jedem Budget für einen Kanadaurlaub noch vorhanden sein sollte. Umgerechnet entspricht der Wert von sieben Kanadadollar circa fünf Euro. Wer das elektronische Visum vom hauseigenen Rechner beantragt, sollte eine Kreditkarte zur Hand haben. Auf diesem Wege erfolgt online die bargeldlose Zahlung des Antrages. Inzwischen ist es möglich, weitere moderne Zahlungssysteme zu verwenden, wie unter anderem den Onlinedienst PayPal.

Tipps und Hinweise für die Bearbeitung des online eTA-Formulars

Das eTA-Antragsformular ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage der kanadischen Regierung abrufbar. Beim Ausfüllen von Datenfeldern in einer fremden Sprache ist es ausnehmend wichtig, vor der Einreichung alle Angaben noch einmal sorgfältig und gewissenhaft zu überprüfen. Fehlerhafte und falsche Aussagen können bedingen, dass der eTA-Antrag für die Einreise nach Kanada verzögert bearbeitet oder sogar komplett abgelehnt wird. Um zu verhindern, dass Kanadareisende ihren geplanten Flug nicht antreten können, weil die Einreisegenehmigung fehlt, ist eine Genauigkeit beim Ausfüllen der Datenfelder essentiell.

Teil 1 des eTA-Antrages: Die Genehmigung für eine dritte Person beantragen

Unmittelbar zu Beginn steht die Frage, ob der Antragsteller die eTA für sich selbst oder eine andere Person benötigt. An dieser Stelle antworten alle mit ja, die das Formular nicht für sich selbst ausfüllen. Direkt danach geben Reisende an, ob sie den Antrag für ein minderjähriges Kind stellen oder nicht. Im weiteren Verlauf muss der Antragsteller einige Informationen als Erziehungsberechtigter, Elternteil oder Vertreter über die eigene Person eintragen:

  • Ist er
    • Familienmitglied oder Angehöriger
    • Mitglied einer Organisation mit religiösem oder nicht regierendem Hintergrund
    • Mitglied einer Einwanderungsbehörde (Immigration Consultants Regulatory Council, ICCRC)
    • Mitglied einer kanadischen provinziellen oder territorialen Rechtanwaltskammer
    • Mitglied der Notarkammer (Chambre des notaires du Quebec)
    • bei einem Reisebüro oder einer Reiseagentur tätig
  • Erhält er für das Ausfüllen des Antrages ein Entgelt
  • Mitgliedsnummer (falls vorhanden)
  • Name und Vorname
  • Firmenname (falls zutreffend)
  • Postanschrift
  • Telefon- und Telefaxnummer
  • E-Mail-Adresse

Am Ende des Datenblattes muss der Antragsteller per Mausklick zwei Häkchen setzen. Hierdurch bestätigt er zum einen, dass die vorstehend eingetragenen Kontakt- und personenbezogenen Daten der Wahrheit entsprechen sowie vollständig und korrekt sind. Das zweite Häkchen validiert das Verständnis und die Einverständniserklärung, dass derjenige die ernannte Person ist, um im Namen des eigentlichen Antragstellers mit den offiziellen kanadischen Behörden, insbesondere der Einwanderungs- und Grenzbehörde, zu verhandeln. Mit einem Klick auf das Feld „weiter“ gelangen Internetnutzer auf die Seite, wo sie Angaben zu der Person eingeben, für die die eTA bestimmt ist.

Die erste richtige Antwort, wenn Antragsteller die eTA für sich selbst nutzen wollen

Wie erläutert zielt die erste Fragestellung des eTA-Formblattes darauf hinab, ob die ausfüllende Person die Einreiseerlaubnis für sich selbst oder ein drittes Individuum braucht. Wer seine eigene Flugreise nach Kanada organisiert, antwortet direkt auf die erste Frage mit „nein“. Im nächsten Absatz geht es – für den Antragsteller persönlich oder die dritte Person – um Details zu den Reisedokumenten. Die Wahl des zutreffenden, vorhandenen Passes ist wesentlich:

  • Reisepass regulär
  • Diplomatenpass
  • Dienstpass
  • Notfallreisedokument/vorläufiger Pass
  • Reiseausweis für Flüchtlinge
  • Reisedokument für Staatenlose/Nicht-Staatsangehörige (nicht ausreichend für eTA; diese Personengruppe benötigt in der Regel ein Visum)
  • Reiseausweis der USA „Permit to re-enter the United States“
  • Reisedokument der USA „United States refugee travel document” für anerkannte Flüchtlinge

Im Reisepass finden eTA-Antragsteller die Länderkennung, der als Code vom Ausstellungsland des Passes definiert ist. Aus der vorgegebenen Liste wählen Reisende den passenden Code aus. Des Weiteren steht auf dem Pass die zutreffende Nationalität.

Fragen im Formular, die für deutsche Kanadareisende unbedeutend sind

Für israelische, taiwanesische und US-Bürger hält das Formblatt einige separat zu beantwortende Abschnitte parat. Deutsche Staatsbürger dürfen diese ignorieren und weiterblättern, bis sie erneut zu Formularfeldern über den eigenen Reisepass finden. Die fehlerlose Eingabe der individuellen Reisepassnummer spielt eine wichtige Rolle. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, ist besondere Vorsicht bei Buchstaben wie O und der Ziffer 0 geboten. Antragsteller tippen ihren vollständigen Namen so ein, wie er im Reisepass abgedruckt ist. Die Übernahme von Apostrophen, Bindestrichen und Groß-/Kleinschreibung muss genau übereinstimmen.

Titel und Dekorationen beim eTA-Antrag auslassen

Wenn im Reisepass

  • ein akademischer Grad,
  • ein Vorzeichen,
  • ein Titel oder andere
  • Dekorationen oder Qualifikationen

eingetragen sind, dürfen Antragsteller diese nur dann in das eTA-Formblatt eintragen, wenn der Vermerk in der maschinenlesbaren Zone des Reisepasses abgedruckt ist. Das ist die Zone direkt unterhalb des Passfotos und des Strichcodes. Steht ein entsprechender Eintrag an anderer Stelle, ist er für den eTA-Antrag nicht von Bedeutung und sollte ignoriert werden. Die Eingaben in das eTA-Formular sind nur in Form von lateinischen oder römischen Schriftzeichen durchführbar. Lediglich französische Akzente wie é und è sind erlaubt.

Persönlich zuordenbare Fakten

Die Fragen nach Geburtsdatum, Geburtsland und –stadt sowie Geschlecht sind keine nennenswerten Überraschungen. Auch die Fragen nach dem Familienstand und weiteren Staatsangehörigkeiten ist nichts Besonderes. Antragsteller sind dazu verpflichtet, mitzuteilen, ob sie bereits vorher schon einmal einen Antrag für eine Einreise oder einen Verbleib in Kanada gestellt haben. Wer diese Frage mit „ja“ beantworten kann, gibt in die vorgegebenen Felder nähere Informationen ein:

  • frühere eTA-Nummer(n),
  • Studenten- oder andere Visum-Nummer,
  • andere persönliche Kennzahl – UCI – die die kanadischen Behörden in der Vergangenheit bereits einmal zugeteilt hatten.

Berufliche Informationen darlegen

Ein Abschnitt des eTA-Antrags befasst sich mit dem beruflichen Leben des Antragstellers. Eine Liste schlägt diverse Berufsfelder vor. Falls die genaue Berufsbezeichnung nicht genannt ist, wählen die Ausfüllenden den Berufszweig, der dem eigenen am meisten ähnelt. Nach der Einkommenssituation fragt die kanadische Regierung bei einer eTA nicht.

Die Reiseplanung dokumentieren

Vorteilhaft ist, die Frage nach der Einreise nach Kanada bestätigen und mit konkreten Datumsangaben füllen zu können. Bei einer bereits bestätigten Flugreise sollten Antragsteller auch die Details des Rückfluges nennen. Wer noch keinen Flug reserviert hat, antwortet an dieser Stelle im Formular mit „nein“, denn das Einreisedatum ist noch unbekannt.

Hintergrundfragen ausführlich beantworten

Die kanadischen Behörden interessieren sich für die Reise- und Einwanderungsabsichten von allen Fluggästen, die ins Land kommen. Daher fragt das eTA-Formblatt nach bisherigen Reiseaktivitäten und Absichten des Antragstellers. Mögliche Straftaten und Krankheiten sind in diesem Formularteil von Relevanz. Zur Gewährleistung einer zügigen Bearbeitung des online-Antrages sollten Personen, die in diesem Bereich einige Fragestellungen mit „ja“ belegen müssen, möglichst ausführliche Einzelheiten und Begründungen eintragen.

eTA-Antrag vervollständigen

Erst mit der Einwilligungserklärung wird der Antrag vollständig. Als Unterschrift gilt die elektronische Eintragung des vollen Namens des Antragstellers. Wer für eine andere Person das eTA-Formular ausgefüllt hat, trägt in dieses Feld den jeweiligen Namen des Betroffenen ein. Nun sind alle erforderlichen Daten eingetragen und das System leitet den Reisenden für die Zahlung von sieben kanadischen Dollar auf ein anderes Fenster weiter. Nachdem die Gebühr für den Antrag bezahlt ist, erhalten die Internetnutzer innerhalb kürzester Zeit eine E-Mail, die den Eingang des Antrages und der zugehörigen Zahlung bestätigt. In glücklichen Fällen erhalten Antragsteller schon wenige Minuten darauf die zweite E-Mail, die die Genehmigung der eTA beinhaltet.

Nicht vergessen: Mitreisende Kinder brauchen ebenfalls ein eVisum

Alle deutschen Flugpassagiere, die das abwechslungsreiche Land Kanada besuchen wollen, müssen eine elektronische Einreiseerlaubnis vorlegen. Dazu zählen demzufolge sogar mitreisende Kinder. Selbst minderjährige Kinder benötigen ein eigenes Ausweispapier sowie das personenbezogene eTA-Dokument. Um eine unkomplizierte Einreise nach Kanada zu gewährleisten, sollten Elternteile, die allein mit ihrem Kind oder ihren Kindern an einem kanadischen Flughafen ankommen, eine schriftliche Einverständniserklärung des abwesenden Elternteils dabei haben. Auf diese Weise räumen allein reisende Erziehungsberechtigte unmittelbar mögliche Bedenken der kanadischen Einreisebehörde hinsichtlich

  • Menschenhandel,
  • Kindesentführung oder
  • Kindesentzug

aus. Wer keine entsprechende Erklärung des nicht mitreisenden Elternteils nachweisen kann, muss sich unter Umständen einer Befragung durch die Behörden stellen.

Die elektronische Einreisebestätigung bleibt lange gültig

Unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheiten, Unfälle, Veränderungen der beruflichen oder privaten Situation können dazu beitragen, dass eine Kanadareise verschoben werden muss oder völlig platzt. Der Ärger und die Enttäuschung sind in einem solchen Geschehen bei den Betroffenen immer groß. Vor finanziellen Verlusten schützen spezielle Reiseversicherungen. Wer erst verspätet seinen Flug nach Kanada antreten kann, braucht sich zumindest um das eVisum keine Sorgen zu machen. Ab dem Datum der Ausstellung bleibt die eTA-Bescheinigung für insgesamt fünf Jahre gültig.

Auch mehrfache Einreisen sind innerhalb der Gültigkeit erdenklich

Ist die Einreiseerlaubnis einmal erteilt, gilt sie ab Antragstellung für die folgenden fünf Jahre. Mit der einmal erteilten Genehmigung dürfen deutsche Touristen während der Gültigkeit immer wieder auf dem Luftweg nach Kanada einreisen. Das ist sowohl für mehrfache Urlaubsaufenthalte als auch für Besuche bei Freunden und/oder Verwandten und Bekannten in Kanada äußerst hilfreich und praktisch. Die niedrige Gebühr für die Erlaubnis ist gerade für Vielflieger eine lohnenswerte Investition.

Das eTA-Formular ist an den jeweiligen Reisepass gebunden

Kanadaurlauber sollten insbesondere bei mehrfachen Reisen in das Land bedenken, dass die Einreiseerlaubnis an den bei der Antragstellung angegebenen Reisepass gebunden ist. Läuft der Reisepass während der fünfjährigen Gültigkeit des eTA-Dokumentes ab, müssen Flugpassagiere für die nächste Kanadareise sowohl einen neuen Reisepass als auch eine neue Einreisegenehmigung beantragen. Unwichtig ist in diesem Zusammenhang, ob die zuerst erteilte eTA trotzdem weiterhin Gültigkeit besitzt. Eine zeitliche Überschneidung von eTA-Formularen ist unbedeutend. Eine rasche und einfache Einreise funktioniert nur jeweils mit einer festen Kombination aus einer Einreiseerlaubnis und dem bei Antrageinreichung geltenden Reisepass.

USA ist nicht Kanada

Fälschlicherweise glauben viele deutsche Urlauber, dass sie mit einem Visum für die Vereinigten Staaten von Amerika ebenfalls nach Kanada einreisen können. Das stimmt jedoch nicht. Wer bereits ein Touristenvisum für die USA besitzt und beispielsweise mit einem Rundflug auch einen Teil von Kanada erkunden möchte, muss für Kanada das landesspezifische eVisum beantragen. Auch ein anderes als das Touristenvisum für die USA berechtigt nicht zu einer Einreise nach Kanada. Entweder halten Reisende das eTA-Dokument oder ein ausführliches Visum parat, das konkret für das Land Kanada gilt.

Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung der eTA

Die wichtigste Kondition zur Erlangung der elektronischen Einreiseerlaubnis nach Kanada ist ein gültiger Reisepass. Dieser muss nicht nur im Moment der Antragstellung gültig sein. Vielmehr muss das Dokument noch sechs Monate länger vom Zeitpunkt des geplanten Rückflugdatums aus gültig sein. Kanadareisende, deren Ausweispapier vor der planmäßigen Rückreise ablaufen, sollten unbedingt rechtzeitig die Verlängerung oder aber einen ganz neuen Reisepass beantragen. Zum Abschluss des Visumantrages auf der Webseite der kanadischen Regierung benötigen Touristen außer dem entsprechend geltenden Reisepass

  • eine Kreditkarte oder ein Internetzahlkonto wie PayPal sowie
  • eine funktionierende E-Mail-Adresse.

Verläuft die Antragstellung und automatische Generierung der Einreiseerlaubnis für Kanada ohne Zwischenfälle, landet die elektronisch erstellte Zusage nach wenigen Minuten im E-Mail-Posteingang.

Hintergrund und Funktionsweise einer eTA

Obgleich es derzeit auf der Erde viele Krisen- und Kriegsgebiete sowie plötzliche und verheerende Terroranschläge gibt, verfolgen etliche Regierungen das Ziel, unbescholtenen ausländischen Bürgern eine Einreise so einfach und unkompliziert wir eben möglich zu gewährleisten. Gerade in Kanada und den USA, gefragten Einwanderungsländern, kommt hinzu, dass die illegale Aufnahme einer bezahlten Tätigkeit und der unerlaubte langfristige Verbleib im Land weitgehend unterbunden werden. Wer nach Kanada einreist, muss belegen, dass er auch wieder ausreisen wird. Die Flugtickets sind ein ausreichender Beweis für eine zeitlich begrenzte Verweildauer im Land. Der Sinn einer elektronisch generierten Einreiseerlaubnis liegt darin, die Einreise trotz genauer Grenzkontrollen so schnell wie machbar zu realisieren. Auf internationalen großen Flughäfen kommen täglich hunderte bis tausende Reisende nach Kanada. Die vorab von der kanadischen Regierung überprüfte und erteilte Einreiseerlaubnis trägt dazu bei, dass nicht jeder individuelle Reisende bei Ankunft per Einzelfallprüfung ausführlich kontrolliert wird. Alle unbescholtenen Bürger aus Deutschland und den weiter vorne im Text aufgelisteten visumfreien Staaten haben bei einer Einreise nach Kanada nichts zu befürchten. Die neue Einreisebestimmung in Form der eTA gilt für alle nicht visumspflichtigen Staatsangehörigen, die einen kanadischen Flughafen zum Ziel haben oder in Kanada zwischenlanden. Wer lediglich auf der Durchreise in Kanada ist, muss folglich auch die elektronische Genehmigung vorzeigen. Die elektronisch erfassten Daten auf dem eTA-Formular sind mit dem persönlichen Reisepass verknüpft. Sie behalten für insgesamt fünf Jahre Gültigkeit für eine Einreise oder einen Transit nach Kanada beziehungsweise enden mit dem eher terminierten Ablaufdatum des Reisepasses.

Einreiseverweigerung bei Verdachtsmomenten

Flugpassagiere, die die Behörden hingegen nicht als unbescholten einstufen, werden in der Regel an der Einreise gehindert. Die Kontrolleure verweigern die Einreise zumeist für

  • vorbestrafte Reisende oder
  • Personen, die auf der internationalen Flugverbotsliste stehen.

Wer einem Verdachtsmoment unterliegt und keine Einreiseerlaubnis besitzt, muss im schlimmsten Fall im Flughafengebäude verweilen und von dort aus direkt einen Heimflug antreten. Diese Maßnahme klingt drastisch. Sie dient jedoch dazu, den Grenzschutz effizient und effektiv zu gestalten. Mittels der elektronischen Einreisegenehmigungen können die kanadischen Behörden ihren Personaleinsatz reduzieren und letztendlich Kosten sparen.

Was zu tun ist, wenn ein eTA-Antrag Ablehnung findet

In seltenen Fällen kommt es vor, dass die online-Beantragung für die Einreisegenehmigung nach Kanada abgelehnt wird. Zur konkreten Klärung der Sachlage und um doch noch in den Genuss der Erlaubnis zu gelangen, können Betroffene direkt beim kanadischen Konsulat vorsprechen oder aber von den Diensten einer Visastelle Gebrauch machen. Die Gründe für eine Ablehnung können vielfältiger Natur sein. Manchmal klappt die Datenübermittlung im Internet nicht fehlerfrei. In anderen Situationen ist unter Umständen doch ein Visum erforderlich und nicht lediglich die Einreiseerlaubnis. Das zuständige Konsulat hilft Kanadaurlaubern weiter, mit den notwendigen Ausweisdokumenten doch noch die Reise in das gewünschte Land anzutreten.

Ein eVisum ist kein Garant für die Einreise nach Kanada

Selbst mit einem eTA-Dokument kann es vorkommen, dass der Grenzbeamte am Flughafen die Einreise nach Kanada verweigert. Die Einreiseerlaubnis findet in aller Regel Beachtung und bedingt eine rasche Abwicklung. Dennoch berichten Urlauber immer wieder von der Gegebenheit, dass ihnen der Zutritt zum Land abgeschlagen wurde. In einer solchen Lage sollten Reisende ruhig, höflich und zuvorkommend bleiben. Wer die Beherrschung verliert und wütend oder gereizt reagiert, hat umgehend alle Sympathien verspielt und braucht nicht auf ein Umdenken des Zollbeamten hoffen. Egal, wie sich die Umstände verhalten – den Anweisungen der behördlichen Mitarbeiter müssen Einreisende unweigerlich Folge leisten. Ein einmal erteiltes eTA-Formular beinhaltet keinen Anspruch auf die Einreisende nach Kanada. Die definitive Entscheidung fällt das kanadische Grenzpersonal.

eVisum und korrektes Verhalten begünstigen die Einreise nach Kanada

Die Beamten der kanadischen Einwanderungsbehörde befragen alle Flugpassagiere nach ausreichenden finanziellen Mitteln für den angedachten Aufenthalt im Land. Einreisende sollten freundlich und glaubhaft darlegen, dass sie keine Arbeit in Kanada aufnehmen wollen und die bestimmte Absicht haben, das Land wie geplant tatsächlich wieder zu verlassen. Reisende, die keine Gefahr für die Sicherheit darstellen, keine unwahren Angaben machen und als akzeptabel eingestuft werden, dürfen sich auf einen spannenden und angenehmen Aufenthalt in Kanada freuen.